Bleiverglasungen - Restaurierung - Neuanfertigung - Glasmalerei
Glaskunstwerkstatt Tanja Schölzel
Glaskunstwerkstatt
Glaskunstwerkstatt
 
Referenzen
Glaskunstwerkstatt
Presse
Kontakt
Links
Galerie
Pressemeldung

Erste St.-Marien-Chorfenster restauriert

Christus, David und Johannes kehrten an ihrem Platz zurück

Rostock – Am Donnerstag war es soweit. Die ersten drei von der Restauration aus den Glaswerkstätten Schölzel, Berlin, zurückgekehrten Chorfenster der Marienkirche konnten präsentiert werden. Die fachliche Abnahme wurde vom Landesamt für Denkmalpflege vorgenommen.

Voraussetzung waren die umfangreichen Reparaturarbeiten am Mauerwerk und der Einbau einer Schutzverglasung die die wertvollen Buntglasmalereien vor Witterungseinflüssen zuverlässig schützen wird.

Initiatoren dieser Aktion waren zum einen das Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und zum anderen der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e. V. und der Rostocker Blitz. Beide hatten gemeinsam zu einer Benefizsammlung aufgerufen, die zur Restaurierung der Chorfenster beitragen sollten. Groß ist deshalb die Freude darüber, dass das Werk erste Ergebnisse zeigt.

Die drei östlichen Fenster mit Christus, David und Johannes zeigen sich nun wieder in all ihrer Schönheit. Entdeckt wurde während der Restaurierungsarbeiten das Datum des Einbaus der Malereischeiben in den St. Marienchor. In einer Inschrift im mittleren Fenster ist zu lesen: „Dieses Fenster haben eingesetzt Carl Johann Meyer, Glaser, Konrad Herter, Georg Jenß, August Wienke, Maurer, Louis Bulert, Arbeiter, im Jahr 1893 den 1. September“.

Es sind dies die Namen der Rostocker Handwerker, die die Arbeiten ausgeführt haben. Sie waren bereits bei der Restaurierung der Fenster in der Vorsteher-Kapelle und dem darüber liegenden Obergadenfenster entdeckt worden. Dort hatte auch ein Hermann Meyer als Sohn des Glasermeisters Gottfried Meyer aus der Altschmiedestraße 13 signiert. Wie der in den Chorfenstern genannte Carl Johann Meyer dazu verwandtschaftlich steht, ist unbekannt.

Nicht nachgewiesen werden konnte allerdings, dass die Chorfenster tatsächlich in der Tiroler Glasmalerei-Werkstatt Innsbruck hergestellt worden sind. Es fand sich kein Verweis darauf. Vergleiche der Teppichmuster mit denen in den Mann´schen Fenstern in St. Marien und Fenstern im Schweriner Dom zeigen Unterschiede.
Förderverein und Innenstadtgemeinde danken allen Beteiligten und Spendern, die zum Gelingen dieser Aufgabe innerhalb des 16. Sicherungsabschnitts beigetragen haben. Dank geht auch Ortsbeirat Mitte und seinen Vorsitzenden Simowitz für eine Spendensammlung.

Bleibt noch anzumerken, dass die Gerüste im Chor noch bis zum kommenden März stehen werden. Der Förderverein ist bemüht, bis dahin auch die restlichen zehn Chorfenster restaurieren und wieder einbauen zu lassen. Dieses Vorhaben muss einfach gelingen. Und auch dafür sind weitere Spenden erbeten.

Hans-Heinrich Schimler

Rostocker Blitz • 13. November 2005

Download Presseartikel

zurück

 
ImpressumDatenschutz